Kategorienarchiv: Yay!

Guuuute Erleb- und Ergebnisse

Insel des Grauens

Dieses… ähem… Prachtexemplar von Inselbeet war eines der Begrüßungskomitees, sobald man den Garten betrat:

Auf den ersten Blick ganz nett, auf den zweiten aber ein total verwachsener Wust, der mir so nicht gefiel. Als ich dann über das Konzept “Hochstammrose” stolperte, war das Schicksal des Inselbeets besiegelt.
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Flatterhafte Gäste

Neben Fröschen, Kröten, einem Teichmolchweibchen, Libellen, Wildbienen und sonstigen geflügelten Gesellen wie diversen Nachtfaltern besuchen uns auch regelmässig deren tagaktive Verwandte. Wenn sie sich dann auf Schmetterlingsflieder oder Distel niederlassen um ein bißchen an den Blüten rumzuschlürfen, müssen sie als Photomodell herhalten. Machen sie ganz gut, finde ich:

Distelfalter:

Admiral:

Schachbrett:

Tagpfauenauge:

(kleiner?) Kohlweißling:

Notfallbeet

Dass “Beete anlegen” bei uns manchmal so eine Sache ist, habe ich ja schon beschrieben. Aber wohin dann mit den Setzkartoffeln, die schon vorgekeimt herumliegen und sehr, sehr dringend in die Erde müssten?
Ich folgte einem Tipp und besorgte mir ein paar Materialien. Nichts dolles; ein paar Bretter, Vierkanthölzer und natürlich den n+1ten Sack Erde.

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Kurztrip nach Nürnberg

Im Oktober zog es uns spontan für zwei Tage nach Nürnberg. Ebenso spontan wurde von zwei auf drei Tage verlängert – es gab einfach zu viel zu sehen!
Verkehrsmuseum, Reichsparteitagsgelände + Dokumentationszentrum, Norisring, die Altstadt inkl. Burg, den Stadtpark und nicht zuvergessen einen Lebkuchen-Fabrikverkauf. Mjam.

Ein paar Bilder der Tour gibts hier:

Wir waren bestimmt nicht zum letzten Mal dort, auch wenn es den Lebkuchen-Bruch auch per Versand gibt…

HowTo: Zeuch bepflanzen mit Hauswurzen

Willkommen zum heutigen HowTo zum Thema “Zeuch bepflanzen mit Hauswurzen”. “Zeuch” kann hierbei alles Mögliche sein, lediglich ein geeignetes Fassungsvermögen sei vorausgesetzt.

Lektion I: Zutaten besorgen
Zum Bepflanzen von Zeuch mit Hauswurzen braucht man natürlich erst einmal Hauswurzen und Zeuch. Hauswurzen (Sempervivum) bekommt man im Gartencenter, unter Umständen im Baumarkt, im Internet und mit etwas Glück im Supermarkt nebenan, wo die Dinger im Vergleich zum Gartencenter zum halben Preis bei mehr Pflanze vertickt werden. Dort kaufe man dann den gesamten Vorrat; oder eben so viel man braucht.
“Zeuch” findet man auf dem Sperrmüll, dem jahrelang nicht mehr gemisteten Speicher/Keller der Großtante dritten Grades oder dem Flohmarkt. Die heutige beispielhafte Ausbeute besteht aus einer kleinen Milchkanne und einem großen Seih. Dazu soll sich am Arbeitsort die dort gefundene alte Schubkarrenfelge gesellen.
Bis jetzt sieht unser Arbeitsmaterial also so aus:

Dazu kaufe man noch, falls nicht vorhanden, Blähton, Trennvlies und Kies in einer ansprechenden Farbe.

Lektion II: Vorbereiten des Pflanzgefäßes
Man nehme das ausgewählte Gefäß…

… und gebe Blähton hinein. Erstens muss man den Kram dann nicht mit Erde auffüllen und zweitens dient der Blähton der besseren Drainage; Hauswurzen mögen nämlich keine nassen Füße.
Also, Blähton rein:

Nun nehme man das Trennvlies zur Hand und schneide es auf die Größe des Gefäßes zu. Das Vlies soll dafür sorgen, dass unser Pflanzsubstrat nicht von Regen/beim Gießen ausgespült wird. Dann stelle man fest, dass man die Schere zu Hause vergessen hat und versuche verzweifelt, das Vlies mit der Gartenschere zu schneiden.
Eine halbe Ewigkeit, viel Gefitzele und einige Flüche später sieht es so aus:

Beim versuchsweisen Arrangieren der Pflanzen stelle man fest, dass die gekaufte Hebe, die etwas Höhe in die Hauswurzenkolonie bringen sollte, später zu hoch aus dem Gefäß hinausschauen wird. Man hebe die Hebe und das Vlies raus, schippe etwas Blähton in einen zufällig anwesenden Plastikpflanztopf und lege das Vlies wieder auf. Da es immer noch nicht reicht, darf die Prozedur gerne wiederholt werden. Dabei merke man beim Anheben des Plastikpflanztopfes, dass die Abzugslöcher desselben größer als Blähtonkugeln sind.

Zwischenschritt: Blähtonkugeln auf Terrasse nachjagen.

Lektion III: Bepflanzen und Finish
Nachdem sämtliche Blähtonausreißer eingefangen sind, nehme man die Hauswurzen aus ihren Plastiktöpfen. Dabei darf gerne die komplett nasse Erde weitestgehend abgepuhlt und durch trockenere Erde gemischt mit etwas Sand ersetzt werden. Dann arrangiere man nach eigenem Geschmack die Pflanzen im Gefäß:

Falls gewünscht, kann die sichtbare Oberfläche nun noch mit Kies aller Art (Granitsplit, Marmorkies, Rheinkies, …) abgedeckt werden:

Lektion IV: Gelerntes Umsetzen und Eigenlob
Man wende das gelernte Verfahren auf alle Gefäße der Kategorie “Zeuch” an, schmeiße Fundstücke des Gartens dazu, trete einen Schritt zurück und bewundere sein Werk:

Klopfen der eigenen Schulter und breites Dauergrinsen auf dem Heimweg sind ausdrücklich erlaubt!

Beutezüge

Nach einem kurzen Abstecher in den Garten bemerkte ich vorgestern auf dem Rückweg zum Auto eine große Dahlienblüte, die aus einem Brombeergestrüpp herausragte. Nanu, wie war die denn mitten in die Brombeeren geraten?

Das Gelände ist mehr oder weniger verwildert, nur ein Trampelpfad führt vom “Hinterausgang” des Gartengeländes zur Straße. Also dürfte es auch niemanden stören, wenn ich die Dahlie dort entführe; trotzdem plante ich im Geiste schon eine wilde Nacht- und Nebelaktion, für alle Fälle. Vorausgesetzt natürlich, es kommt nicht noch jemand auf die Idee und wäre schneller als ich!
Gestern nachmittag rückte ich dann mit Eimer und Grabegabel aus in der Annahme, dass ich die Dahlienknolle am Besten mit einem Erdballen vorsichtig aus der Erde hebe, in den Eimer verfrachte und natürlich völlig unauffällig in meinen Garten schmuggele, um sie dort wieder zu verbuddeln. Bei meiner Beute angekommen verwies ich die Brombeerstachelranken des Platzes und wollte schon die Grabegabel schwingen.
Tja, manchmal wird es einem auch leicht gemacht: anstrengendes in-der-Erde-stochern war nicht nötig. Irgendjemand hatte wohl Dahlienknollen zuviel und hat einfach einen ganzen Stapel neben dem Weg ins Gebüsch gekippt, wo die dann munter angewachsen sind.

Wie gut, dass ich einen Eimer dabei hatte – alle Knollen waren so fix aufgeklaubt, verladen und in meinen Garten umgesiedelt.

Wer auch immer dort seine Dahlien entsorgt hat: Nimmst Du zufällig Aufträge entgegen? Du könntest da so einiges an Grünzeug auf Anfrage für mich fallen lassen, kostenlos natürlich….

Beutezug Teil 2 fand dann heute auf dem Töpfermarkt in Ransbach-Baumbach statt. Theoretisch könnte man da nur kaufen, kaufen, kaufen. Wand-Pflanztöpfe, Dekokugeln, Pflanzstecker, Vogelhäuschen (mit der Aufschrift “Katzen sind doof!” oder “Piep-Show”), Brottöpfe, große Bodenkübel, Vogeltränken, Waschschüsseln, Pflanzstecker, Dekostäbe und und und!
Leider vergeht einem bei den tollsten Sachen die Lust, wenn man auf den Preis guckt… ein wunderschöner, übermannshoher Dekostab aus einem alten Ast, mit Eisenstange und dezent bemalten Tonkugeln dran – hätte ich sofort mitgenommen (und mir später ausgedacht, wohin jetzt eigentlich damit)! Aber nicht für 140 Euro.
Günstig dagegen war meine Beute, 23 Pflanzstecker mit Kräuternamen, 5 davon blanko zum selbst Beschriften:

Der nette Verkäufer wies dann noch darauf hin, dass sie eigentlich über 40 verschiedene Namensstecker hätten, sie wegen dem Transport aber weniger dabei haben. Ich könne aber gerne einige Zeit vor dem nächsten Markt anrufen falls ich spezielle Namen bräuchte, sie würden die dann anfertigen. Führt mich doch nicht so in Versuchung, Mensch!

Die Visitenkarte hebe ich mir jedenfalls gut auf…

Eine neue Zeitrechnung beginnt.

Das Leben ohne Garten ist vorbei, wir schreiben das Jahr 0 der neuen Zeitrechnung. Ganz informatikergemäß beginnen wir auch bei der Zählung der Tage mit 0, dem Tag der Gartenübergabe (also gestern). Aber nein, diese Zeitrechnung wird nicht binär. So geekig bin ich dann doch nicht.

Die unendlichen Weiten des eigenen Gartens sind noch größtenteils unerforscht:

Einzelne Inseln von bekannter Flora dienen als Basislager für Expeditionen ins Reich der Pflanzenidentifikation. Anders gesagt: “Also dat hier kenn ich ja, aber wat issn das da?”

Neben Lektion 1: “Wie baue ich einen Komposter auf” wird eines der ersten Schlachtfelder im Kampf “absoluter Noob-Gärtner vs. Geheimnissvolle Gartenwelt” wohl das Schattenbeet zwischen Haus und Weg werden:

Die übersichtliche Größe erschafft die Illusion, dass man damit in annehmbarer Zeit fertig werden könnte, die vorhandene Bepflanzung ist größtenteils bekannt und wird wahrscheinlich auch bleiben dürfen. Allerdings wäre irgendetwas Hohes ganz nett, um die naggische weiße Hauswand etwas zu verdecken. Wir werden sehen was das Frühjahr so bringt!

In der nächsten Zeit kann noch das Versenken von Frühlingsblüherzwiebeln erledigt werden. Nein, “versenken” heißt hier nicht, dass ich mich ans Rheinufer stelle und Weitwurf übe. Ich werde mir schön brav hier abgucken, wie es geht. Und wenn ich dann wirklich zuviel Zeit habe, spiele ich noch Blumenzwiebelmuster-Legen mit Eierkartons.
Ich gebe zu, ich könnte eventuell eben beim Blumenzwiebelkauf etwas dem Kaufrausch verfallen sein. Viele bunte Farben, und so… Aber Fläche ist ja genug da zum Verbuddeln, das verteilt sich schon. Hoffe ich jedenfalls.

Klappspaten frei!

Geocaching – wie sieht das eigentlich aus?

Ich hatte ja schon einmal einen Post zum Thema “Geocaching” geschrieben. Aber wie sieht das eigentlich aus, wenn man “cachen geht”?
Ganz eindeutig kann man dazu sagen: “Das kommt drauf an….”.

Es gibt Caches, die eigentlich nichts anderes als ein gemütlicher Spaziergang sind. Andererseits kann es sein, dass man eine spezielle Ausrüstung braucht; das kann von einer Taschenlampe bis hin zu einer Taucher- oder Kletterausrüstung so ziemlich alles sein. Das sieht dann z.B. so aus: weiterlesen »

Erntezeit

Nach der ersten Verkostung vor einem knappen Monat und laufendem Stibitzen einzelner Früchte war vor drei Tagen eine größere Ernteaktion bei den Paprika angesagt. Groß ist dabei natürlich relativ…

11 der kleinen Früchtchen mussten dran glauben und die Obhut ihrer Mutterpflanze verlassen.
Die scheint es aber ganz gut verkraftet zu haben, die nächsten Früchte haben schon wieder ihre Farbe gewechselt und betteln darum, gefuttert zu werden.

Und für den Größenvergleich “Baby Bell Red” gegen “ordinäre Supermarktpaprika” (gekauft, nicht von der selbstgezogenen Pflanze):

Braucht zufällig jemand “Baby Bell Red”-Samen? So viele Pflanzen kann ich garnicht aufstellen, wie ich Samen habe; schließlich spuckt jede der kleinen Paprika einen ganzen Stapel davon aus! Die Kommentarfunktion steht offen für Anfragen an die “Samenbank”!

Irgendwann ist immer das erste Mal

Auch wenn ich gerne in der Küche werkele, habe ich doch ziemlichen Respekt vor der Herstellung von Marmeladen und Gelees.
Ich erinnere mich noch ganz gut daran wie es in der Küche meiner Eltern zuging, wenn Gelee gemacht wurde. Stapel von Früchten in der Spüle, ein Monstrum von Entsafter auf dem Herd, der aus einem Gummischlauch den Saft ausspuckte, der leckere abgeschöpfte Schaum und, immer ganz toll zum Spielen, kleine Folienstücke, die mit Gummis über die Gläser gespannt wurden – kann man prima drauf trommeln!

Nicht zuletzt kommt der Respekt auch daher, dass ich mit heißem Zucker schon persönliche Bekanntschaft machte und keinen größeren Wert drauf lege, mich nochmal so zu verbrennen. Einmal heißes Karamell auf dem Arm reicht, vielen Dank.

So dauerte es dann auch bis Freitag, bis ich mich nach einer Feigenlieferung aus der Verwandtschaft das erste Mal ans Marmelade-Machen herantraute. Dank Mamas Beschreibung und Rezept und einer frei-Haus-Sternanis-Lieferung fühlte ich mich ausreichend gewappnet und werkelte fröhlich drauflos. Und auch wenn ich solche Dinge wie “Man macht immer vor dem Abfüllen eine Gelierprobe!” hinterher erst mitbekommen habe, und auf den per ICQ gegebenen Hinweis “Gläser nicht zu lange auf dem Kopf stehen lassen, sonst gehen die Gläser kaum auf.” erstmal in die Küche sprinten musste – Gläser umdrehen natürlich – bin ich ganz zufrieden mit mir.

Feigenmarmelade

Die Küche ist weder explodiert noch verklebt, ich bin verletzungsfrei geblieben, die Marmelade ist auch ohne Gelierprobe geliert und sie schmeckt auch noch gut!

Ilka vs. Marmelade: 1:0