Kategorienarchiv: Tierisch

Alles was kreucht und fleucht.

Flatterhafte Gäste

Neben Fröschen, Kröten, einem Teichmolchweibchen, Libellen, Wildbienen und sonstigen geflügelten Gesellen wie diversen Nachtfaltern besuchen uns auch regelmässig deren tagaktive Verwandte. Wenn sie sich dann auf Schmetterlingsflieder oder Distel niederlassen um ein bißchen an den Blüten rumzuschlürfen, müssen sie als Photomodell herhalten. Machen sie ganz gut, finde ich:

Distelfalter:

Admiral:

Schachbrett:

Tagpfauenauge:

(kleiner?) Kohlweißling:

Hier kommt die Maus!

Leider ist es nicht die allseits beliebte, mit den Augen klimpernde Maus mit der Sendung, sondern eine der Wühlfraktion, die anscheinend unser Schattenmorellenbäumchen für sich entdeckt hat.

Da habe ich allerdings spontan etwas dagegen und etwas weniger spontan etwas dagegen unternommen. Bleibt abzuwarten, ob sich Madame oder Monsieur Wühlmaus davon beeindrucken lässt. Ich hoffe nur ich erwische sie, bevor sie sich fortpflanzen!

Spinnmilbenalarm!

Ist ja klar, dass nach einem Freilufturlaub diverse Tiere an meinen Pflanzen Gefallen gefunden haben und beim Heimtransport eben auch hier in der Wohnung einziehen. Letztes Jahr waren es Raupen und Blattzikaden.
Dieses Jahr beglücken mich neben den Raupen (von denen eine meinte, eine Falte in der Gardine sei der ideale Platz um sich dort einzuspinnen und zu verpuppen – schlechte Entscheidung!) und dem Üblichen wie Blattläusen eben auch Spinnmilben.

Nach einer Thrips-Schwemme und einer richtig fiesen Trauermücken-Plage hatte ich fast schon damit gerechnet, dass wieder irgendetwas kommen muss.
Im Gegensatz zu Blattläusen oder Thripsen, die relativ leicht loszuwerden sind (sobald man den Bogen raus hat), sind Spinnmilben richtig fies. Man bemerkt sie eigentlich erst, wenn es schon fast zu spät ist und gerade bei dem heißen Wetter mit geringer Luftfeuchte im Moment wird jedes Karnickel blaß vor Neid angesichts der Vermehrungsfreudigkeit der Milbenbiester.

Mein Plan sieht momentan so aus: Gespinste und Viecher in der Dusche mit einem harten Wasserstrahl so gut es geht enfernen, dann mit dem Neemzeug spritzen, dass mir schon bei den Thripsen gute Dienste geleistet hat. Zusätzlich dann öfter mal mit der Wasserspritze rumgehen und die Pflanzen einnebeln – hohe Luftfeuchtigkeit mögen die Spinnmilben laut Internet nicht.
So hatte ich die befallenen Pflanzen zwar schon länger behandelt, aber anscheinend nicht konsequent genug.

Mal abwarten, wer hartnäckiger ist – die Spinnmilben oder ich.

Nachträgliches Osterei

Eigentlich wollte ich schon früher ein paar Photos von “Ostern in der Pfalz” posten; ich war allerdings bisher schlicht und einfach zu faul, die Bilder zu verkleinern..

Jetzt habe ich’s endlich geschafft, daher hier mit etwas Verspätung eine Handvoll Bilder.
Ein paar stammen aus dem Eisenbahnmuseum in Neustadt a.d. Weinstraße, die meisten sind im Zoo Landau entstanden.
Eben dieser Tag im Zoo ließ mich beinahe frustriert in den nächsten Baum beißen. Nicht, weil ich so viele Biber gesehen hätte, sondern weil meine Kamera einen akuten Anfall von Autoritätsallergie hatte. Oder besser gesagt: ich will das eine, die Kamera tut das andere.
Durch ein Gitter hindurch den Luchs ablichten? Aber warum denn, wenn das Gitter doch viel interessanter ist! Für dieses eine Luchs-Bild musste ich grob geschätzt zwanzig Mal neu fokussieren (und das ist ausnahmsweise mal nicht übertrieben), da der Autofokus immer und immer wieder das Gitter “scharf” fand.
Überhaupt hat die Kamera an diesem Tag auf so ziemlich alles fokussiert außer auf das, was ich gerne scharf haben wollte. Schließlich habe ich wenigstens ein paar halbwegs gute Bilder bekommen; trotzdem bin ich über die vielen schönen Motive, die einfach nicht funktioniert haben, doch etwas traurig.

Übeltäter entlarvt!

Schon eine Weile her; aber da ich im Internet nur durch Zufall auf das Richtige gestoßen bin, ist es trotzdem einen Blogeintrag wert.

Vor einiger Zeit bin ich an meinen Pflanzen (Petersilie und Oregano sehr viel, Rosmarin, Basilikum, sogar am Schnittlauch) immer wieder auf solche Spuren gestoßen:

Petersilie
Oregano

nochmal vergrößert:
Oregano vergrößert

Die Blätter sahen wie ausgesaugt aus, bei den schwarzen Punkten tippte ich auf Kot. Mjammi, lecker! Da bekommt man doch sofort Appetit auf sein mühsam gezogenes Grünzeug!

Wer dahinter steckte, war auch relativ schnell klar. Netterweise sprang mir einer der Gesellen direkt vor die Kamera:

Kräuter-Blattzikade

Nach dieser Aufnahme ist das Modell allerdings mit meiner Hilfe recht schnell aus dem Leben geschieden…

Nachdem ich das Internet mit der Beschreibung der Schäden und Biester quasi umgekrempelt und dann erfolglos aufgegeben hatte, startete ich einen letzten Versuch in einem “Pflanzendoktor”-Forum. Und siehe da! Ich bekam den Tip, mir doch einmal die “Kräuterzikade” anzusehen – das Bild der “Kräuter-Blattzikade” passt wunderbar auf meine kleinen Übeltäter. Gotcha!

Leider habe ich aber keine wirklich guten Hinweise gefunden, die Plagegeister los zu werden. “Gelbtafeln!” – ach wirklich, die stehen bei mir standardmäßig rum, um ab und zu auftauchende Trauermücken abzufangen. Die Zikaden waren offensichtlich von der Gelbtafelfront gänzlich unbeeindruckt. Chemie ist bei meinen Kräutern tabu (Wachsen vom dritten Auge nach Verzehr, und so). Also bestenfalls Stärkungsmittel gegen saugende Insekten, womit ich den aktuellen Befall aber auch nicht los wurde.

Im Endeffekt habe ich also keine bessere Lösung gefunden, als ich sie eh schon praktizierte: mehrmals täglich an den Pötten rütteln und alles, was auffliegt, zerquetschen. Mit der Zeit bleiben die Biester beim Rütteln allerdings sitzen, was dazu führte, dass ich dann eben mehrmals täglich vor meinen Blumenpötten kniete und die Blätter fast einzeln von oben und von unten absuchte. Hilfreich dabei ist auch, mit den Fingern über die einzelnen Zweige und Blätter (im Falle von Rosmarin: die einzelnen Nadeln) zu streifen, das schreckt auch die hartnäckigsten Faulpelze auf.

Letztendlich hilft gegen Kräuter-Blattzikaden wohl nur, die Pflanzen prophylaktisch zu stärken und quetschen, quetschen, quetschen…
Sofern man die Pflanzen nicht essen will, kann man sicher das ein oder andere Mittelchen gegen saugende Insekten einsetzen.

Schnecken können nicht lesen.

Davon gehe ich jetzt zumindest einmal aus, denn wenn sie es könnten, hätte dieser winzige Geselle hier:

Mini-Schnecke

es sich nicht an dem Ausguss meiner Gießkanne gemütlich gemacht. Schließlich war doch vor kurzem hier noch zu lesen, dass außer mir niemand an meinen Pflanzen rumzukauen hat.

Immer diese Analphabeten…